Ob Sid oder die Madagaskar-Pinguine, die Helden der Animationsfilme „Ice Age“ und „Madagaskar“ sind nicht nur Kindern bekannt. Doch was steckt dahinter? Der Workshop Animationsfilm bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, einen eigenen Trickfilm zu verwirklichen und hinter die Kulissen zu blicken. Ausgehend von der Vermittlung der Grundlagen über die Ideenentwicklung bis hin zur Produktion und Fertigstellung, wird hier alles geboten.
Sören Wendt : „Trickfilm universell anwendbar“
Trick-Regisseur Sören Wendt gibt seine langjährige Erfahrung nun schon zum dritten Mal im Rahmen der Sommeruni an die Flensburger Studenten weiter. Nachdem er sich mit kurzen Ausschnitten für die Kinderformate „Löwenzahn“ und „Siebenstein“ einen Namen gemacht hat, arbeitet Wendt seit einigen Jahren an der Herstellung von Trickfilmen mit Kindern. Seiner Meinung nach fördert diese Zusammenarbeit die Medienkompetenz in besonderem Maße. „Es bereitet Kindern große Freude, Gelerntes in einem eigenen Trickfilm umzusetzen“, so der Experte. Die neuartige Methode Animationsfilm kann der Vertiefung von Unterrichtsinhalten an Schulen dienen, fächerübergreifend angewendet werden und ist ab Klassenstufe 5 empfehlenswert.
Vom Zuschauer zum Produzenten
Nach der Vermittlung von Grundlagen erfahren die Teilnehmer des Workshops anhand der Pixilation, wie Personen animiert werden können. Die Pixilation beschreibt dabei das Filmen in Einzelbildern. Mit der aus der eigenen Kindheit bekannten „Trickboxx“, einer Holzkiste mit angebrachter Digitalkamera und Beleuchtung, werden die ersten eigenen Animationsideen in Teamarbeit umgesetzt. Die Teilnehmer wechseln demnach von der Rolle des Zuschauers in die des Produzenten.
Facebook kreativ in Bild und Ton umgesetzt
Kernstück des Workshops ist die Herstellung eines eigenen Trickfilms zum Thema Facebook. In Kleingruppen wird zunächst die Idee für eine eigene Geschichte entwickelt. Die anschließende Erstellung eines Storyboards sowie das Basteln der Figuren bilden den Grundstein für den einminütigen Film. Mit acht Bildern pro Sekunde wird der Geschichte Leben eingehaucht. Anschließend erfolgen Schnitt und Vertonung. Die fertigen Animationsfilme werden in der Abschlussveranstaltung der Öffentlichkeit präsentiert.
Funtastisch abwechslungsreich
Der Workshop bietet den Teilnehmern einen Blick in eine bisher meist unbekannte Welt und stellt daher eine spannende Herausforderung dar. „Die Zeit verfliegt und man steht morgens gerne auf, da nicht frontal unterrichtet wird“, findet Cathi Hansen. Obwohl die Umsetzung des Themas Facebook in einem Animationsfilm für viele Teilnehmer schwierig erscheint, sind alle begeistert in die Arbeit vertieft. Die Einbindung dieser Technik in den Schulalltag ist sehr gut vorstellbar und sinnvoll. Verschiedenste Lernziele, wie zum Beispiel der Umgang mit unterschiedlichen Medien oder das Sozialverhalten, werden auf kreative, spaßige und abwechslungsreiche Weise verbunden und gefördert. Sören Wendt geht hier mit gutem Beispiel voran und unterstützt Schulen durch Projektwochen sowie Lehrerfortbildungen.
Dana & Christoph
Schöner Bericht! Werden die Videos hier auch noch veröffentlicht?