blogs, wikis und Schule
Ein Artikel von Anna Zimmermann, Lisa Kroll und Beret Behrens
20 junge Leute, 20 Notebooks, ein Raum der Uni Flensburg und das alles bevor die Uni wieder angefangen hat. Was ist da los?
Wir besuchten den Workshop „blogs, wikis und Schule“, ein Angebot während der Sommeruni Flensburg.
Blogs und Wikis spielen eine immer größere Rolle bei der Beschaffung und Verbreitung von Informationen. Ein Blog bezeichnet ein meistens öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal, welches von einem oder mehreren Bloggern geschrieben wird.
Wikis hingegen geben jedem Menschen die Möglichkeit, dass Inhalte von den Benutzern nicht nur gelesen, sondern auch online direkt im Browser geändert werden können.
Aber was sollte man Schülern im Umgang mit Blogs und Wikis mit auf den Weg geben? Wie geht man mit den Informationen solcher Portale um? Was ist zu beachten, wenn man selbst welche betreibt?
Diese Fragen bestimmten den Ablauf des Workshops und wurden interaktiv beantwortet.
Der Schwerpunkt: Erstellung eines Blogs
Teilnehmerin Imke Cassens berichtete, der Fokus liege vor allem auf der Erstellung eines eigenen Sommeruni- Blogs, der innerhalb der Gruppe erstellt wird. Aktiv sollen die Teilnehmer die Erstellung eines Blogs üben und neues Wissen anwenden. Außenstehende und Interessierte sollen einen besseren Einblick in die Arbeit während der Sommeruni erhalten.
Hierfür besuchten einzelne Gruppen die unterschiedlichen Workshops, um Interviews zu führen, Fotos zu machen und ein Stimmungsbild aller Teilnehmer einzufangen.
Zu Beginn stand die Auseinandersetzung mit verschiedenen Blogs und Wikis im Vordergrund, um erste Informationen zum Thema zu bekommen. Als nächstes wurde das Schreiben journalistischer Texte geübt und es wurden bereits Ideen gesammelt, worüber der Sommeruni- Blog berichten könnte.
Eine Intention des Workshops war laut Lisa Flögel dann die technische Umsetzung des Blogs sowie die abschließende Präsentation vor allen Teilnehmern der Sommeruni am Samstagnachmittag.
Spaß-und Nutzfaktor: hoch
Lisa Flögel und Imke Cassens zeigten sich begeistert vom Workshop: „Es gefällt uns hier sehr gut. Man darf viel selber machen und es ist sehr interaktiv, die Arbeit macht wirklich Spaß und man ist unterwegs. Man lernt vieles über Gesetze und rechtliche Sachen und kann später Schüler für Risiken sensibilisieren und Tipps zum Umgang mit Blogs geben.”
Außerdem fanden sie es spannend, journalistische Grundtechniken zu erlernen, welche sie später als angehende Deutschlehrerinnen zum Beispiel im Unterricht verwenden können.
Profit für die Zukunft
Dieses Ziel verfolgt auch Tanja Nissen, Dozentin des Workshops und freie Printjournalistin: „Neue Medien werden heutzutage immer aktueller, allerdings gibt es große Qualitätsunterschiede bei Blogs. Gewisse rechtliche Regeln und Kenntnisse über Textverfassung müssen trotz der Freiheit, die ein Blog bietet, gegeben sein.“
Auf die Frage, welche Verbindung es zwischen Blogs und der Institution Schule gebe, antwortete Frau Nissen, dass Schüler soziale Medien häufig nutzen. Daher sei es wichtig für angehende Lehrer, den Umgang mit Informationen im Netz zu erlernen, um dieses Wissen später an Schüler weitergeben zu können.
Auch für Studierende, die später nicht in der Schule arbeiten möchten, sei das Wissen über einen verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Medien wichtig. Soziale Medien seien allgegenwärtig auch im außerschulischen Bereich.
Daher waren sich alle Beteiligten einig, dass die Teilnahme am Workshop „blogs, wikis und Schule“ eine gute Erfahrung war und auf jeden Fall eine Bereicherung für das spätere Berufsleben.
Stimmungsbild „blogs, wikis und Schule“:
motivierend, Neuland, überraschend, abwechslungsreich, fordernd, Teamwork, interessant, herausfordernd, kreativ, spannend, aufregend, journalistisch, neuartig, Erfahrung, interaktiv, entspannt, gut, gebloggte Information, erfahrungsreich, bereichernd
Na, das sieht aus als hättet ihr´s verstanden!