OER: MOOCs

Zunächst einmal eine kleine Definition von “MOOCs“:

Ausgeschrieben nennt man MOOC “Massive Open Online Course”. Es bezeichnet eine spezielle Form von Onlinekursen, deren Teilnehmerzahl unbegrenzt ist. MOOCs kombinieren traditionelle Formen der Wissensvermittlung wie Videos, Lesematerial und Problemstellungen mit Foren, in denen Lehrende und Lernende miteinander kommunizieren und Gemeinschaften bilden können. Dabei unterscheidet man zwei Formen:

  • xMOOC: Stellt auf Video aufgezeichnete Vorlesungen mit einer Prüfung dar
    (oder Quiz) -> Testfragen werden beantwortet; es können außerdem noch andere Elemente dazukommen wie bspw. Texte oder Hausarbeiten
  • cMOOC: Form eines Seminars oder Workshops (beruht auf der Idee des Konnektivismus) -> Texte und Videos werden zur Verfügung gestellt; wenn die Teilnehmer aktiv werden, erstellen sie selbst eigene Materialien in Form von Tweets, Blogbeiträgen etc.; es entseht eine Vernetzung

Beispiele zu xMOOCs in Deutschland:

  • iversity: Kommerzieller Anbieter von MOOCs aus Berlin
  • OpenCourseWorld: Eine deutsche MOOC-Plattform, die von der IMC AG betrieben wird (einem Anbieter von Softwarelösungen im e-Learning-Bereich)
  • openHPI: deutsche MOOC-Plattform zu verschiedenen Themen der Informationstechnologie (IT), betrieben vom Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik

Beispiele zu xMOOCs auf internationaler Ebene:

  • Coursera: Eine führende kommerzielle MOOC-Plattform aus den USA mit 5,5 Mio. Mitgliedern
  • edX: kooperative offene E-Learning-Plattform des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Harvard University
  • Udacity: Kommerzielle US-amerikanische Plattform, die vor allem Kurse im Informatikbereich anbietet
  • Class2Go: MOOC Angebot der Stanford University (Open Source) - hat eine Fusion mit Open EdX zu Juni 2013 angekündigt

-> xMOOCs werden meist durch Online-Foren begleitet, in denen sich Lernende austauschen können

Beispiele für cMOOCs in Deutschland:

  • OPCO11: erster deutschsprachiger MOOC zum Thema: Zukunft des Lernens
  • COER13: deutschsprachiger Open Online Course zum Thema OER
  • IDDG13: MOOC der größten Universität Deutschlands (FernUni Hagen) mit dem Titel: Interdisziplinärer Diskurs zur digitalen Gesellschaft

Die Zahl der MOOC Platformen nimmt wöchentlich zu. Hier findet man die Top 30 Liste der größten MOOCs mit ihren Vor- und Nachteilen:
-> http://www.allesistpolitisch.de/mooc-liste/

Hier ist noch mal meiner Meinung nach, ein sehr schöner Artikel über die Vorlesungen im Netz, wodurch die Anwesenheitspflicht an Hochschulen aufgehoben werden kann:
—> http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/deutsche-hochschulen-online-mehr-als-vorlesung-im-netz-a-879736.html

Wo kommt das Geld für MOOCs her?

Fakt ist, dass es sich bei MOOCs im Moment von Veranstalterseite um einen reinen Ausgabeposten handelt, den man unter Marketing oder was auch immer verbuchen kann bzw. muss. Funktonierende und praktizierte Geschäftsmodelle gibt es noch keine wirklichen. (Quelle: http://howtomooc.org/10-fragen-moocs-2013/)

Noch ein interessanter Artiel von der “Zeit” zum Thema: Was man wissen sollte, bevor man sich in die Welt der Moocs stürzt - Antworten auf sieben Fragen in einem interessanten Artikel: http://www.zeit.de/2013/12/MOOC-Onlinekurse-Universitaeten-FAQs

 

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