Im Zusammenhang mit neuen Unterrichtsmodellen habe ich mich mit zwei Tablet-Klassen-Projekten in Deutschland beschäftigt. Zum Einen mit der „iPad-Klasse der Freiherr-vom-Stein-Schule in Fulda“ und mit der „Oranienschule in Wiesbaden“. Zunächst einmal ist zu erwähnen, dass man Tablets aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Wann immer man durch die Stadt oder auch Schule/Universität geht, sieht man Tablet Geräte von Apple oder Samsung. Die beiden Projekte, die ich erwähnt habe, haben diese in den Unterricht mit eingebunden. Als Erstes gehe ich auf die „iPad Klasse in Fulda“ ein.
Das Projekt startete zum Schuljahr 2012-2013 und wird seitdem fortlaufend durchgeführt. Die Institutionen die an dem Projekt beteiligt sind, sind die Schule, Apple und das Computercenter in Berlin (HSD). Was die Finanzierung der Tablets betrifft, so haben viele Schülerinnen und Schüler das iPad geliehen und andere haben es sogar gekauft durch eine Kostenübernahme der Eltern. Der Grund dafür, dass das Projekt durchgeführt wurde ist, dass die so genannte Bartelsmann- Stiftung belegt hat, dass der uneingeschränkte Zugang zu mobilen Computer-Einheiten im Unterricht und privaten Umfeld eine positive Wirkung auf die Lernkultur und Leistungen der Schülerinnen und Schüler hat. Der Umgang mit modernen Medien wird außerdem positiv gefördert. Die moderne Technologie soll den Unterricht nicht nur unterstützen, sondern erweitern. Somit entsteht eine neue Medienkultur, weil die Schülerinnen und Schüler dazu fähig werden, die Geräte kritisch zu beäugen und sie sind in der Lage den Umgang mit Ihnen im Unterricht zu reflektieren.
Wie man sich dieses Konzept an Hand eines beliebigen Faches des Unterrichts vorstellen kann, sieht man am Besten beim Mathematikunterricht. Es entsteht die Möglichkeit komplexe mathematische Berechnungen und Darstellungen in grafischer Form auf dem iPad darzustellen. Es gibt entsprechende Programme, die helfen Graphen oder auch Kurvendiskussionen zu erstellen. Genau so kann man die iPads dazu einsetzen Geometrie durchzunehmen. Was die Ergebnisse des Unterrichts betrifft, so können diese auf einer entsprechenden Kommunikationsplattform ausgetauscht und präsentiert werden. Dadurch, dass das Projekt bis heute durchgeführt wird, hat es positive Auswirkungen auf die Schüler und den Unterricht. Fraglich ist jedoch, ob die Schülerinnen und Schüler sich neben des Unterrichts auch zu Hause in den virtuellen Welten aufhalten und somit fremdbestimmt von der Technologie werden. (Fußnote:http://www.ipad-fvs.de)
Das zweite Tablet-Projekt bildet die „Oranienschule in Wiesbaden“. Das Projekt startete im Dezember 2012 und fand ein Jahr lang statt. Die Institutionen, die an diesem Projekt beteiligt waren sind: Die Landeshauptstadt Wiesbaden. Im Vergleich zu der davor erwähnten Tablet-Klasse, wird dieses Projekt neben Ipads auch mit so genannten Note Pads und Fujitsu Stylistic Pads von Samsung ausgestattet. Die Finanzierung der Tablets wird durch die Landeshauptstadt Wiesbaden ermöglicht. Der Grund dafür, dass das Projekt eingeführt wurde ist, dass es zeigen soll, inwieweit das Lernen mit Tablets einen pädagogischen Nutzen aufweist. Ebenso soll es darstellen, wie es mit der Investitionssicherheit aussieht und der Integration von Schülerinnen und Schülern in Netzwerken. Es gibt zudem einige Schülerinnen und Schüler, die die Tablets nach dem Unterricht mit nach Hause nehmen dürfen. In diesem Zusammenhang soll rausgefunden werden, wie sich das Verantwortungsgefühl entwickelt und wie die Schülerinnen und Schüler mit den Tablets im Alltag umgehen. Was die Methoden im Unterricht betrifft, so kann man diese mit denen von mir bereits erwähnten vergleichen. Ebenso wird das Tablet im Mathematik Unterricht angewendet. Also wird erneut Geometrie mit Hilfe entsprechender Programme dargestellt. Das Projekt wurde im Vergleich zu dem ersten von mir vorgestellten Projekt nicht weitergeführt, entsprechend glaube ich, dass die Erfahrungen und Ergebnisse nicht so gut waren, wie die vom anderen Projekt. Ein möglicher Grund könnte meiner Meinung nach die Finanzierung sein! (Fußnote: http://pads.wiesan.de/)