Der Vortrag „Implementierungsstrategien für (e)Portfolios an (österreichischen) Hochschulen“ klärt über die Forschung zu (e)Portfolios auf. Peter Baumgartner definiert hier erst mal klar, was (e)Portfolios sind, denn so wie er sagt, versteht man unter (e)Portfolios alles, aber auch nichts. Er möchte nicht, dass das Portfolio als etwas Besonderes angesehen wird, sondern als eine ganz normale Sammelmappe in der man Artefakte bzw. Selbsterstelltes sammeln kann. Einzig und allein die Digitalität der (e)Portfolios sind laut Baumgartner von Vorteil. Durch diese, ist es nämlich möglich die verschiedenen Zugänge der Nutzer, die sich das Portfolio anschauen wollen, zu steuern. Es hat also viele verschiedene Funktionalitäten. Während die eine Person sich nur wenige Teile meines Portfolios anschauen kann, kann man einer anderen Person einen vollständigen Zugriff auf das Portfolio geben und sie kann alles sehen. Das heißt, dass ein (e)Portfolio äußerlich keine andere Struktur hat, wie eine normale Website die dann aber erweiterte Funktionen hat. Baumgartner stellt mit einer Grafik dar, dass ein (e)Portfolio verschiedene Gesichter haben kann und man sich immer die Frage stellen sollte, was sich hinter diesem Portfolio alles verstecken kann. Im Weiteren geht Baumgartner auf die Forschung des Portfolios an Hochschule ein. Während dieser Forschung war es nur schwer zu „echten“ Daten zu kommen, da die verschiedenen Universitäten die Daten aufgrund von Datenschutz nicht rausgeben wollten. Allerdings geht Baumgartner davon aus, dass es eher daran lag, dass die Universitäten sich nicht in die Karten schauen lassen wollten, in welchem Ausmaß sie die Portfolioarbeit in ihre Seminare mit einbeziehen. Im weiteren Verlauf des Vortrags bezieht sich Baumgartner mit Hilfe einer Grafik auf die verschiedenen Portfoliotypen.
Aus: Baumgartner, Peter, Himpsl, Klaus und Zauchner, Sabine (2009). Einsatz von E-Portfolios an (österreichischen) Hochschulen: Zusammenfassung - Teil I des BMWF-Abschlussberichts “E-Portfolio an Hochschulen”: GZ 51.700/0064-VII/10/2006. Forschungsbericht.Krems: Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien,
Donau Universität Krems.
Baumgartner schätzt das das Reflexionsportfolio für die Pädagogik am wichtigsten ein. Seiner Meinung nach ist das wichtigste an einem Portfolio, wem es gehört. Gehört es der Person oder der Institution? Denn das ist die Gewalt darüber, was mit dem Portfolio gemacht werden darf usw.
Nachdem Baumgartner seinen Vortrag beendet hat, meldet sich Klaus Himpsl zu Wort, der eine wichtige Aufklärung über E-Portfolio Software betreibt. Mindestens genauso wichtig ist aber im weiteren Verlauf des Vortrags, dass er darauf eingeht, welche Software für welches Portfolio verwendet werden kann. Es gibt vier Strategiemodelle auf die Himpsl sich bezieht.
- – Entwicklungsportfolio (Kompetenzportfolio)
- – Reflexionsportfolio (Lernportfolio)
- – Beurteilungsportfolio (Präsentationsportfolio)
- – Hochschulweite Strategie - > Die Benutzung der zuvor genannten Modellen des Portfolios
Während des Vortrags ist mir noch einmal ziemlich deutlich geworden, welche verschiedenen Formen von Portfolios es gibt. Ich habe de, Vortrag gespannt zugehört und mir sind einige Inhalte noch deutlicher geworden.