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HTTP-Cookies und Flash-Cookies - nützlich oder doch nur Datenräuber?

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März 20, 2014 by levke

Was sind eigentlich HTTP-Cookies und sind sie sinnvoll und nützlich? Mit dieser Frage möchte ich mich im folgenden Artikel beschäftigen.

HTTP-Cookies sind kleine Datenpakete, die auf der Festplatte gespeichert werden. Grundsätzlich sollen sie das Surfen im Internet vereinfachen und bequemer für den Nutzer machen. Die Webseiten, die besucht werden, werden vom Browser mit Informationen versorgt, zum Beispiel wann der Nutzer zum letzten mal auf der Seite aktiv war oder welche Artikel er sich angeschaut und sogar gekauft hat. Cookies merken sich auch die Benutzernamen, mit denen man sich auf den Webseiten anmeldet. Man kann sie als eine Art Kurzzeitgedächtnis betrachten.

Eigentlich sind Cookies für den Nutzer praktisch und nützlich, vor allem, wenn es um das Einkaufen in Onlineshops geht.

Die Problematik der Cookies liegt darin, dass sie zum Ausspionieren von privaten Daten genutzt werden können. Der Nutzer kann überwacht und kontrolliert werden. Sogenannte Nutzerprofile werden erstellt und man kann fast alles über ihn herausfinden, seine Surfgewohnheiten, Vorlieben und Interessen. Diese Daten werden dann meist unbemerkt an Dritte weitergegeben. Und was dann mit den Daten passiert, wird man nie herausfinden. Deswegen sollte man vorsichtig damit sein, welche Cookies man zulässt und welche man besser ablehnt und verbietet. Mit den modernen Browsern lassen sich die Funktionen und die Inhalte von Cookies schnell herausfinden. Normale HTTP-Cookies haben aber auch eine Lebenszeit, was bedeutet, dass sie in einstellbaren Abständen gelöscht werden.

Mit den Flash-Cookies (Super-Cookies oder auch Local Shared Objects) ist es etwas schwieriger. Diese Datenobjekte werden vom Flash-Player erzeugt. Sie speichern wie auch die HTTP-Cookies Informationen des Nutzers auf der Festplatte. Zum Beispiel merkt sich YouTube auf diese Art die Lautstärke, die man für die Videos eingestellt hat und stellt sie das nächste Mal automatisch ein. Das ist ja auch ganz praktisch, aber bei solchen Kleinigkeiten bleibt es leider nicht. Flash-Cookies haben keine Begrenzung für die Daten, die sie sammeln. Sie sammeln alle Informationen, die sie bekommen können. Darunter fallen Surfgewohnheiten und verwendete IP-Adressen. Dieses Profil, was dadurch erstellt werden kann, ist deutlich umfangreicher als das, was mit den normalen HTTP-Cookies erstellt werden kann. Und ein weiteres Problem der Flash-Cookies ist, dass sie keine Lebenszeit haben. Sie bleiben unbegrenzt bestehen und verfallen nicht.

Da wirft sich mir die Frage auf, wie man sich gegen Flash-Cookies wehren kann. Leider ist es so, dass man sich entscheiden muss, ob man den Komfort der Flash-Cookies nutzen will oder nicht. Dem Flash-Player kann man verbieten, Flash-Cookies zu speichern. Das geht über verschiedene Wege. Zum Beispiel kann man über den Macromedia-Einstellungsmanager das Speichern von Cookies verbieten und bereits vorhandene Cookies löschen lassen. Über die Browser-Einstellung kann man dies ebenfalls tun. Auf dem Computer befindet sich auch die Systemeinstellung, die diese Funktion anbietet. Und auch über den Adobe-Einstellungsmanager kann man Cookies löschen und deaktivieren und verschieden Einstellungen vornehmen, wie viel Speicherplatz man den Cookies zuschreiben will.

Hier der Link, der direkt zum Adobe-Einstellungsmanager führt: http://www.adobe.com/support/documentation/de/flashplayer/help/settings_manager.html

Mein Fazit für diese Cookies ist, dass sie viele Annehmlichkeiten mit sich bringen, die sehr nützlich sind. Es sollte aber doch jeder selber für sich entscheiden, ob er auf den Komfort der Cookies verzichten will und ob ihm der Datenschutz wichtiger ist. Letztendlich sind Cookies moderne Datensammler, die sich gut eigenen, um Nutzerprofile zu erstellen. Leider wird diese Funktion oft genug ausgenutzt und man verliert das Vertrauen in diese eigentlich sehr praktischen Datenpakete.

Helfen würden vielleicht Richtlinien, die dem Nutzer die Chance geben, immer selber zu entscheiden, ob er den neuen Cookie zulassen will oder nicht. Letztendlich wissen wir ja, dass wir mit unseren Daten zahlend Nur sollte man doch eigentlich noch selber entscheiden können, ob die Höhe des Preises in Ordnung ist und ob man bereit dazu ist. Letztendlich können wir uns nur selber schützen und die Einstellungsmöglichkeiten für Cookies nutzen, die uns zur Verfügung stehen.

Quellen:

http://www.macromedia.com/support/documentation/de/flashplayer/help/settings_manager.html
http://www.pcfreunde.de/artikel/a61/flash-cookies-datensammler-der-naechsten-generation/2/
http://www.youtube.com/watch?v=R3RQ8ALa0g0

http://www.youtube.com/watchannotation_id=annotation_376926&feature=iv&src_vid=gmV70wGWUe0&v=Uo1b4IiCvdE

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