RSS Feed

Cybermobbing in Schulen

0

März 20, 2014 by levke

Facebook, Twitter, Instagram …- viele Schüler sind auf diesen Internetplattformen aktiv, was leider auch zur Folge hat, dass man den Begriff „Cybermobbing“ heutzutage nicht mehr so selten antrifft, wie noch vor ein paar Jahren. Doch durch all diese Internetforen und –plattformen wird es vielen leicht gemacht, Personen zu ärgern, hänseln, schikanieren, bedrohen, beleidigen, die sie nicht mögen oder denen sie einfach nur eins auswischen wollen. Und leider hat der/die Betroffene keine Möglichkeit zu entkommen, da man oft nicht mal herausfinden kann, wer da hinter steckt. Was können Lehrer dagegen tun und wie lässt sich Cybermobbing vorbeugen?

In einem Artikel der Zeit Online wird Mobbing als ein „längerfristiges Ausgesetztsein von feindseligen Äußerungen und Handlungen“ beschrieben. Diese Definition bringt es meiner Meinung nach gut auf den Punkt. Cyberobbing kann sich äußern durch Beleidigungen, Bedrohungen, Hänseleinen, Bloßstellung, Erpressung, Nötigung, Verbreitung von Gerüchten und Lügen. Oft wird die Schule als Schauplatz des Ganzen genutzt, um das Opfer öffentlich anzuprangern. Es schließen sich Hassgruppen zusammen, die auf ein Opfer losgehen oder es werden gefakte Nacktbilder veröffentlich, die in der ganzen Schule kursieren. Cybermobbing kann von einem Einzelnen ausgehen und meist ist es so, dass sich weitere Mitschüler anschließen. Dadurch entsteht diese Gruppendynamik, die für das Opfer alles nur noch verschlimmert. Die Täter haben oft gar keine Begründung für ihr Verhalten. In dem Artikel „Vernetzt und verletzt“ aus der Zeit Online wird von einem Cybermobbingopfer berichtet. Bei der Frage an die Täter, warum sie mitgemacht hätten, hatte keiner eine Antwort darauf. Viele sehen das Ganze nur als kleinen Spaß und erkennen nicht, was sie damit anrichten. Ein weiteres großes Problem beim Cybermobbing ist die Tatsache, dass das Opfer keine Möglichkeit hat dem Ganzen zu entfliehen. Das Internet begleitet dich meist bei jedem Schritt und Tritt. Und wie man auch weiß, bleibt alles, was jemals im Internet war, auch im Internet bestehen. Jedes Foto, jeder Post kann immer wieder aufgerufen werden. Deswegen ist es umso wichtiger Cybermobbing vorzubeugen und zu verhindern. Doch wie geht das?

Zunächst ist es so, dass es schwierig ist, einheitlich gegen Cybermobbing vorzugehen, da die Motive und Arten zu verschieden sind. Jeder Fall muss individuell behandelt werden. Wenn es zu so einem Fall kommt, müssen die Schule und der Schulleiter umgehend Schritte dagegen einleiten. Schnelles Handeln ist unumgänglich. Es ist wichtig herauszufinden, was konkret vorgefallen ist, welche Personen beteiligt sind und wie schwerwiegend der Fall ist. Von Seiten der Schule müssen Gespräche mit den beteiligten Personen stattfinden. Das Opfer muss das Gefühl vermittelt bekommen, das es Unterstützung bekommt und nicht alleine dasteht. Weiter müssen die Eltern mit einbezogen werden. Dazu hilft ein Elternabend, bei dem man die Eltern aufklären kann, mit was sie es zu tun haben und sie der Tragweite des ganzen bewusst zu machen. Es ist sehr wichtig, dass man Cybermobbing in der Schule thematisiert, um den Schülern zu vermitteln, wie man sich als Opfer fühlt und welche Motive die Täter zu diesem Verhalten bewegt haben. Man muss den beteiligten Schülern vermitteln, welche Folgen solch ein Handeln mit sich bringt.

Damit die Lehrer vernünftig und richtig mit solchen Fällen umgehen, müssen alle Lehrer mit einbezogen werden. Da ist es hilfreich Fort- und Weiterbildungen für die Lehrer anzubieten. Manchmal reicht es auch schon, wenn man den Umgang mit Handys und Internet als Lehrer im Unterricht reguliert. Als nächsten Schritt kann man die Polizei informieren und klären, ob strafrechtliche Schritte eingeleitet werden sollen oder nicht. Außerdem ist es empfehlenswert, den Schulpsychologen, Schulsozialarbeiter und Beratungslehrer zu benachrichtigen oder zu Rate zu ziehen, da sie auf solche Fälle spezialisiert sind.

Cybermobbing ist ein sehr ernstzunehmendes Thema, welches einen festen Platz in der Schule bekommen sollte, damit im Falle eines Falles schnell reagiert und eine Lösung gefunden werden kann. Projekttage, Mobbingaktionstage und Ansprechpartner in den Schulen sind schon ein guter Anfang, aber ich denke es sollte noch mehr daran gearbeitet werden, dieses Thema präsent zu halten. Denn wenn es erst einmal wieder in Vergessenheit geraten ist und sich dann ein solcher Fall ereignet, kann es passieren, dass nicht schnell genug und richtig reagiert werden kann. Gerade Cybermobbing ist so schwierig im Umgang, da es nicht leicht ist, Fotos, Videos oder Geschriebenes aus dem Internet zu entfernen. Was erst einmal drin steht, ist nicht so leicht wieder zu löschen. Und gerade deshalb ist es so wichtig Cybermobbing vorzubeugen.

Quellen:

http://www.bündnis-gegen-cybermobbing.de/index.php?id=81
http://go-yline.at/wp-content/uploads/2013/02/cyber-mobbing.jpg
http://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/cyber-mobbing/cyber-mobbing-in-der-schule/
http://www.medienbewusst.de/handy/20090111/alfred-teves-schule-aktiv-gegen-gewaltvideos.html
http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/cybermobbing/tipps-fuer-lehrer.html
http://www.zeit.de/2013/47/catarina-katzer-cyber-mobbing
http://www.zeit.de/2013/47/phaenomen-cybermobbing

 


0 comments »

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>