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Facebook

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März 19, 2014 by leonie

Soziale Netzwerke und ihre Gefahren

 

 

Facebook ist das in Deutschland meist genutzte soziale Netzwerk in Deutschland. Dies beweist auch eine Studie des JIM 2012 beweist:

http://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/soziale-netzwerke/was-sind-soziale-netzwerke/

In dem sozialen Netzwerk sind ungefähr 27 Millionen Deutsche angemeldet. Sie können miteinander kommunizieren und sich austauschen. Ich selbst bin auch dort angemeldet und nutze facebook genau dafür. Ich teile Fotos, ich schreibe Nachrichten und ich verfasse Einträge über bestimmte Ereignisse in meinem Leben. Ich selber stelle nicht mein ganzes Leben online, schreibe nichts, was nicht wichtig ist auf meine Chronik, sodass sie jeder lesen kann. Ich habe auch bestimmte Privatsphäre-Einstellungen vorgenommen, so dass mich nicht jeder auf Facebook finden kann und auch nicht alle Menschen auf der Welt meine Informationen einsehen kann. Die meiste Kommunikation findet bei mir auch eher im “privateren” Bereich der Nachrichten statt. So dass nicht jeder sie lesen kann. Das Problem damit liegt jedoch klar auf der Hand: Nicht jeder meiner Freunde kann diese Nachrichten lesen, jedoch Facebook hat anscheinenend jedes Recht dazu, alle meine Nachrichten zu lesen und damit zu tun, was sie wollen. Meine Fotos sind auch nicht mehr mein Eigentum und es hilft nicht einmal, wenn man seinen Account löscht. Denn Inhalte, bei denen man bei Freunden markiert wurde, bleiben so lange online, bis der Freund einen aus dem Beitrag löscht. Das ist schon ziemlich weitgehend. Man verschwindet quasi nie komplett aus diesem Netzwerk, wenn man sich erst einmal dort angemeldet hat.

Cyber-Mobbing über Facebook

 

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Gleichzeitig werden diese sozialen Netzwerke aber auch für andere Dinge genutzt. Dies ist zum Beispiel der Fall mit Cyber-Mobbing. Das ist Mobbing, das über das Internet und meistens über soziale Netzwerke verbreitet wird. Meistens sind Jugendliche in der Schulzeit betroffen, die oft zu einer bestimmten Gruppe nicht dazu gehören und von dieser bestimmten Gruppe ausgeschlossen werden. Cyber-Mobbing kann verschiedne Formen annehmen. Allgemein kann man Cyber-Mobbing in acht verschiedene Stufen einteilen. Diese gehen von „Flaming“; beleidigen oder beschimpfen in öffentlichen Chatrooms, über „Outing and Trickery“; die Verbreitung privater Details oder Bilder im Internet, um das Opfer bloßzustellen, bis hin zu „Cyberthreats“; eine offene Ankündigung von Gewalt, die von Androhung von Verletzungen bis hin zu Androhungen von Mord am Opfer führen können. All diese Varianten des Cyber-Mobbings sind besonders bedrohlich und langanhaltend, da sie über das Internet und auch besonders über soziale Netzwerke, verbreitet werden können und das Mobbing nicht auf eine räumliche Einrichtung beschränkt ist. Denn 78 Prozent aller Jugendlichen zwischen zwölf und 19 Jahren nutzen die neuen Medien mehrmals täglich.

Diese Art von Mobbing ist deshalb gefährlich und auch gleichzeitig sehr schwer zu fassen.Eine effektive Methode, Cyber-Mobbing zu bekämpfen, gibt es daher bisher nicht. Meistens sind die Täter im Netz unbekannt, sie geben sich als anonym aus, obwohl sie meistens aus dem Umfeld der Opfer kommen, sei es aus der Schule, aus dem gleichen Viertel oder der gleichen Straße. So können sie ihrer Mobbing-Tätigkeit in Ruhe folgen, ohne wirklich ernsthafte Konsequenzen fürchten zu müssen. Viele Jugendliche, die gemobbt werden, stehen gegenüber solcher Attacken hilflos da. Facebook an sich bietet zwar die Möglichkeit, beleidigende Kommentare, Videos oder Fotos zu melden, sodass diese dann gelöscht werden können, dies dauert meistens ein paar Stunden. Die radikalste Möglichkeit, das Löschen des eigenen Accounts, wird auch als Lösung für das Problem des Cyber-Mobbings angeboten. Trotzdem greifen wenig Jugendliche zu diesen Maßnahmen, aus Angst, dass die „Mobber“ davon erfahren und noch schlimmere Dinge über das Opfer in Umlauf bringen.

http://www.kkg-nw.de/klartext/wp-content/uploads/01012012Cybermobbing.jpg

Eigene Meinung und Lösung des Problems?

 

 

Meiner Meinung nach scheint die einzige Lösung für das Problem des Mobbings im Dialog zu liegen. Hierbei muss zum Beispiel an der Schule offen über die neuen Medien aufgeklärt werden. Dies beinhaltet die Themen Cyber-Mobbing, Privatsphäre und den richtigen Umgang mit sozialen Netzwerken und den Folgen von einem schlechten Umgang mit diesen. Hierbei liegt der Fokus im Cyber-Mobbing nicht nur auf den Opfern des Mobbings, sondern auch besonders auf den Tätern. Fragen wie: Warum hat er oder sie das getan? Was sind seine oder ihre Motive? müssen geklärt werden, um einem aggressiven Verhalten entgegenwirken zu können und im besten Falle ein neues, angstfreies Umfeld für die Opfer zu schaffen. Dies ist aber leider nur möglich, wenn die Schülerinnen und Schüler auch zuhören und offen sind für einen Dialog. Die Gefahr von Cyber-Mobbing ist denke ich immer noch sehr groß, selbst wenn die Jugendlichen aufgeklärt sind. Dies kann ja schnell passieren, wenn jemand nicht in die Klassengemeinschaft zu passen scheint. Ausgrenzung und Mobbing ist ja nicht nur auf das Internet beschränkt, daher kann es auch nach dem das Internet-Mobbing aufgehört hat, auch im Klassenzimmer weiter gehen. Als Lehrperson muss man dann aufmerksam sein und eigentlich immer bereit sein, einzugreifen.

Allgemein haben Lehrerinnen und Lehrer wenig Erfahrungen mit dem Thema Internet und Scocial Media. Das ist etwas sehr schlechtes, da so auch der Unterricht und die Glaubwürdigkeit der Lehrerinnen und Lehrer drunter leidet. Zu diesem Zwecke würde ich es gut finden, wenn sich schon ausgebildete Lehrkräfte anfangen würden sich mit dem Thema zu beschäftigen. Es sollte einen allgemein verpflichtenden Workshop geben, der den Lehrern zeigt, was das Internet alles kann und wie damit umzugehen ist. Denn ich glaube die meisten Lehrkräfte haben etwas Angst vor den Möglichkeiten des Internets, was jedoch auf das Unwissen oder mangelnde Wissen zurückzuführen ist. Für zukünftige Lehrkräfte würde ich im Studium und auch außerhalb des Studiums eine Beschäftigung mit diesem Thema empfehlen. Im Studium sollte eine Grundlage geschaffen werden, die jedoch mit benötigter Weiterbildung im Beruf dann weitergeführt werden sollte. Am Ball bleiben bei solchen Themen ist sowieso das A und O, denn die Technik an sich bewegt sich so schnell weiter und kann immer mehr Dinge, dass man, wenn man einmal mit der Weiterbildung aufhört, vielleicht keinen Anschluss mehr finden kann.

Quellen:

http://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/cyber-mobbing/cyber-mobbing-was-ist-das/

http://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/cyber-mobbing/cyber-mobbing-in-der-schule/

Prof. Dr. Petra Grimm, Dr. Stefanie Rhein & Dr. Elisabeth Clausen-Muradian: “Gewalt im Web 2.0 - Der Umgang Jugendlicher mit gewalthaltigen Inhalten und Cyber-Mobbing sowie die rechtliche Einordnung der Problematik”. NLM. Verfügbar unter: http://www.nlm.de/fileadmin/dateien/aktuell/Studie_Prof._Grimm.pdf

 


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