Fazit

Die Portfolio-Methode verspricht viele Vorteile, aber sie bringt auch einige Nachteile mit sich. Nach den ersten Seminarsitzungen war ich überzeugt, dass Portfolioarbeit eine gute Sache ist, doch zeigten sich immer mehr Kritikpunkte. Die Portfolioarbeit ist ein sehr komplexes Thema. Was genau Portfolioarbeit ist und wozu sie fähig ist, dazu gibt es sehr verschiedene Meinungen. Je nachdem in welche Kontexte sie eingebettet wird, erfüllt sie andere Funktionen.

Die Arbeit mit Portfolios erfordert weitsichtige Planung. Ob ich dieser Aufgabe gewachsen bin? Bei meinem jetzigen Wissensstand kann ich nicht behaupten genau zu wissen, wie Portfolios richtig eingesetzt werden. Bei der Portfolionutzung in den USA hat man deutlich gesehen, wie schnell das Ziel der Individualisierung des Lernens umgeworfen wurde. Es gab auch Beispiele aus verschiedenen Bildungsbereichen, die einen förderlichen Umgang mit Portfolios zeigten. Die Erfolgschancen für eine intensive Arbeit mit Portfolios sind dennoch nicht absehbar und noch skeptisch zu betrachten. Trotzdem bin ich gewillt, mich weiterhin mit dem Thema Portfolio auseinanderzusetzen und dessen Einsatz für meinen Unterricht in Erwägung zu ziehen.

Des Weiteren habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich mit Portfolios arbeiten würde. Ich habe vage Pläne ausgearbeitet. Portfolios lassen sich auf die unterschiedlichste Weise handhaben. Ich würde zu einem unterrichtsbegleitenden Portfolio tendieren, welches zeitlich unabhängig vom Unterricht geführt wird. Wie auch bei diesem E-Portfolio geschieht die Auswahl der behandelten Themen auf freiwilliger Basis. Sie können die Themen weiter ausführen, die ihnen zusagen. Ich als Lehrerin würde somit einen Rahmen der möglichen Inhalte schaffen, in dem sich die Schüler frei bewegen können. Ich empfinde es als sehr wichtig im Unterricht ein Gleichgewicht zwischen Selbst- und Fremdregulierung zu schaffen, da ansonsten ein Chaos entstehen könnte. Die Portfolios werden nicht bewertet, da ich eine Bewertung als schwierig ansehe. Ich will an dieser Stelle noch einmal an das pädagogische Grunddilemma, sprich gleichzeitig zu fördern und zu selektieren, erinnern. Das Praxisbeispiel, in dem eine völlige Umstellung in der Leistungsbeurteilung mit unbenoteten Portfolios als Klausur- und Zeugnisersatz stattfand, ist, denk ich, noch nicht weiträumig umsetzbar. Für eine derartige Reform (unbenotet oder nicht) sind die Schulsysteme noch nicht reif. Lange Traditionen zu brechen kostet oft viel Zeit. Aber man könnte die Schülerinnen und Schüler sich wenigstens in einem kleinen Teil des Unterrichts frei entfalten lassen. Zudem können die Schülerinnen und Schüler ihre Portfolios am Ende des Schuljahres präsentieren, um Anerkennung für ihre Leistungen zu erlangen. Dies steigert die Motivation ungemein.

Nun möchte ich noch auf einen sehr wichtigen Aspekt zu sprechen kommen. Da sich der Neoliberalismus mittlerweile fest in die Arbeitswelt zu integrieren scheint, ist es durchaus wichtig die Schüler darauf vorzubereiten. Man sollte jedoch aufpassen deren Leitgedanken nicht in den Unterricht einfließen zu lassen. Die Schule ist kein Ort für Konkurrenzkämpfe, sondern ein Ort, an dem gegenseitige Unterstützung und ein Voneinander-lernen vorherrschen. Andernfalls wird der Klassenzusammenhalt massiv gestört. Ich möchte in dieser Hinsicht noch ein sehr schönes Zitat einfügen:

“Es ist nichts Großartiges, besser zu sein als jemand anderes. Wahre Größe zeigt sich darin, besser zu sein, als man selbst es vorher war.”

Die Schülerinnen und Schüler sollen für sich lernen und ihre eigenen Leistungen verbessern ohne sich mit anderen messen zu wollen.

Im Großen und Ganzen habe ich viele Ideen aus dem Seminar mitnehmen können, die mir später als Lehrerin sicher nützlich sein können.

 

Quelle:

Zitat: Katarina Raker und Wilfried Stascheit (2006): Was ist Portfolioarbeit? Mülheim: Verlag an der Ruhr

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Auswertung

Ich habe schon sehr viel über Portfolios erfahren und möchte dies in einer Tabelle, strukturiert nach positiven und negativen Merkmalen und Folgen, vereinigen.

 

positiv negativ
 

alle Dokumente an einem Ort

Stärken das Selbstvertrauen

Kompetenzorientierte Leistungsbewertung

Entdeckung von Talenten

Förderung von selbstbestimmten Lernen

Förderung von Selbstreflexion

Unterstützung von Kommunikation

Macht Lernentwicklung sichtbar

Liefert Verbesserungsvorschläge für Unterricht

Schatzsuche statt Fehlerfahndung

Unterstützung von Elternarbeit

Macht Mut, sich neuen Herausforderungen zu stellen („Das hab ich alles schon dazugelernt? Dann schaff ich das Neue auch!“)

Individualisierung des Lernens und Beurteilens

Förderung der Selbstständigkeit

Hilft bei Entwicklung der Persönlichkeit

Planung eigener Lernziele

Berücksichtigung von Interessen der Schüler

Möglichkeit der fächerübergreifende Arbeit

Portfolio der Dinge

Selbstfindung

lebenslanges Lernen

 

Keine festen Bewertungskriterien

Hoher Arbeitsaufwand

Erfordert lange Planungszeit

Große Verantwortung

Selbstvermarktung

Wille nach Selbstoptimierung

Schwierig mit Lehrplan zu vereinbaren

Selbstzwang

Selbst-Disziplinierung

Steigerung des Leistungsdruckes

Konkurrenzkampf

Selbststeuerung als Scheinlösung des pädagogischen Dilemmas

Einpflanzung neoliberaler Denkweisen

 

Quellen:

Katarina Raker und Wilfried Stascheit (2006): Was ist Portfolioarbeit? Mülheim: Verlag an der Ruhr

und alle bisher genannten Quellen

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Foucault - Über sich selbst schreiben

Foucault beschreibt zwei Arten des Schreiben-über-sich-selbst: die hypomnêmata und die Korrespondenz. Ich werde nur auf die hypomnêmata eingehen.

Die hypomnêmata unterscheidet sich von dem Portfolio als Kompetenzdarstellung. Es dient nicht dazu, seine Potentiale aufzuführen und sich selbst zu vermarkten, sondern darum aufzuzeigen, was einen selbst bewirkt hat. Man kann sie als persönliches Notizbuch bezeichnen, in dem Gelesenes, Gehörtes und Gedachtes für nochmaliges Lesen, Meditieren oder Austausch mit sich selbst und anderen gesammelt wird. Man nutzt sie auch als Lebenshilfe und Verhaltensanleitung. So persönlich die hypomnêmata auch ist, so darf man sie nicht mit einem intimen Tagebuch gleichsetzten. Sie ist nicht dazu gedacht, die tiefsten Geheimnisse zu enthüllen. Sie dient einzig und allein der Selbstbildung. Man macht sich Erfahrenes zu Eigen, man verändert es also, führt es mit anderem Wissen zusammen und macht es zu einem Teil seiner Selbst, so bildet sich auch die eigene Identität.

Es ist wichtig während der Lese- und Schreibprozesse ab und an Inne zu halten und sich zu fragen, was man eigentlich bis jetzt alles erfahren hat. Denn übermäßiges Schreiben führt zur Erschöpfung und übermäßiges Lesen zur Verzettlung, so Foucault. Ich achte auch darauf, insbesondere bei der Erstellung von Hausarbeiten, zwischendurch viele Pausen zu machen, um meine Gedanken ordnen zu können.

 

Parallelen zum Portfolio:

- Sammlung verschiedener Materialien

- Reflexion

- Wissen auf das jederzeit zurückgegriffen werden kann, Gedächtnisstütze

- Keine Standardisierung

- Herstellung einer Beziehung zu sich selbst

 

Quelle:

Foucault, Michel (2005): Über sich selbst schreiben. In: Schriften, Band IV, 329. Frankfurt: Suhrkamp Verlag

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Menke - Zweierlei Übung

Christoph Menke stellt zwei verschiedene Subjektkonzeptionen gegenüber. Es handelt sich um das disziplinäre und das ästhetisch-existentielle Subjekt. Beide Subjekte bilden sich übend. Menke nennt Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser zwei Übungen.

Dem Begriff Übung wird eine zentrale Bedeutung beigemessen, denn „[k]eine Technik, keine berufliche Fähigkeit lässt sich ohne Übung erwerben“. Die Übung kann viele Formen annehmen. Das Schreiben gehört u.a. dazu. Der Akt des Übens zielt auf eine Aneignung bestimmter Fähigkeiten und Fertigkeiten. Man gewinnt praktisches Können und zwar ein „Etwas-Ausführen- und ein Sich-Führen-Können“. Subjektsein bedeutet in diesem Zusammenhang die Macht zu besitzen, Handlungen aus eigener Kraft vollziehen zu können.

Übung der Disziplin:

Es werden Fähigkeiten der Aus- und Selbstführungen gewonnen, die nach der sozial geteilten Norm für gut befunden werden. Die Ziele sind festgesetzt.

Übung der Ästhetik der Existenz:

Es werden Fähigkeiten der Aus- und Selbstführung gewonnen, die nach eigener, freier Entscheidung für die persönliche Lebensführung als gut befunden werde. Ein entscheidendes Merkmal ist die „ästhetische Freiheit zur Selbstüberschreitung“. Ästhetische Tätigkeiten verlangen die Überschreitung jedes sich gesetzten Zieles. Sie gelingen gerade dann, wenn Veränderungen geschehen, die nicht geplant waren.

 

Ob es sich bei der Übung um eine disziplinierende oder ästhetisch-existentielle Übung handelt ist nicht am Inhalt festzumachen. Es zählt allein die „Haltung“, mit der man sie ausführt. Wenn ich also in einer Übung eine Bereicherung für mich selbst sehe, oder ich sie einfach aus Spaß an der Freude, ohne damit etwas bezwecken zu wollen, erledige, dann hat diese Übung einen „befreiend[en]“ Charakter. Wenn ich sie nur ausführe, um mir Vorteile gegenüber anderen zu verschaffen oder mich anzupassen, dann hat sie einen disziplinierenden Charakter.

Dass dem Akt des Übens eine sehr wichtige Rolle zukommt, sehe ich auch so. Manche müssen mehr üben manche weniger. Nur sehr wenig schafft man gleich.

 

Quelle:

Menke, Christoph (2003): Zweierlei Übung. Zum Verhältnis von sozialer Disziplinierung und ästhetischer Existenz. In: Foucault, Michel: Zwischenbilanz einer Rezeption. Frankfurt: Suhrkamp Verlag

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Rabenstein - Das Leitbild des selbstständigen Schülers

Dieser Text bezieht sich auf neue Machtpraktiken innerhalb selbständigkeitsfördernden Unterrichts. Kerstin Rabenstein lehnt dabei an das Konzept der Gouvernementalität von Foucault (2004) an.

Durch dieses Konzept führt Foucault eine neue Definition des Begriffes Regierung ein. Er bezeichnet mit diesem Begriff ein Bindeglied zwischen Macht und Herrschaft. Unter Macht versteht er ein „allgegenwärtiges Mittel menschlicher Interaktion“. Im Sinne eines strategischen Spiels wird mithilfe von Macht versucht, einen anderen zu lenken. Herrschaft dagegen ist eine durch ein Individuum oder eine gesellschaftliche Gruppe dauerhafte und mit bestimmten Mitteln „institutionalisierte Ausübung von Macht“. Sie beruht auf einer andauernden „asymmetrischen Beziehung“. Bezüglich der Definition von Regierung werden folgende Fragen formuliert: Wie sich regieren, wie regiert werden und wie andere regieren? Foucault bezweckt mit seinem Konzept die Verknüpfung der genannten Fragen, demnach eine Verknüpfung von Selbst- und Fremdführung. Die Regierungstechniken sollen sowohl Zwang ausüben, als auch einleiten, dass das Individuum „auf sich selbst einwirkt“.

In dieser Hinsicht stellt die Lehrkraft eine Art Anleiter dar. Er leitet die Schüler an, ihre Arbeitsprozesse selbst zu steuern. Sie hilft den Schülern ihre Handlungen zu strukturieren. Sie nimmt ebenfalls eine beratende Funktion ein. Die Rahmenbedingungen werden gemeinsam besprochen, die Lehrer und Schüler könnten somit als gleichrangig gelten. Die Überführung von Fremdführung in Selbstführung ist eine der bedeutenden reformpädagogischen Ideen. Eine weitere ist die Freiwilligkeit des Lernens.

Nach Foucault ist Macht produktiv. In diesem Fall produziert die Übertragung der Kontrolle auf den Schüler, ein Individuum, dass unter „Selbstzwang“ seine Lernprozesse ständig beobachtet, über sich selbst reflektiert und sich weiterentwickelt.

Des Weiteren wird konkret auf neue Formen der Leistungsbewertung eingegangen, welche die Selbstständigkeit der Schüler fördert. Diese sind: das Portfolio und das Kompetenzraster für Präsentationen. Das Kompetenzraster wird zum ersten Mal genannt. Das Kompetenzraster fokussiert die Adressatenorientierung. Dies erinnert mich an Referate aus meiner Schulzeit. Bei den meisten Beurteilungen von Vorträgen kamen zuerst folgende Aussagen: „Er hat zu leise gesprochen“, „Sie hat zu viele Füllwörter benutzt“, „Er hat sehr frei gesprochen“ oder „Die Powerpoint-Präsentation ist sehr anschaulich gestaltet worden.“ Ich selbst finde eine Bewertung danach, wie interessant eine Präsentation dargelegt wird, nicht verkehrt.

Rabenstein meint außerdem, dass durch selbständigkeitsfördernde Arbeitsweisen die Lernenden aufgefordert werden, sich mit den schulischen Aufgaben zu identifizieren und ihnen einen Sinn zu verleihen. Der Wille zu lernen, verlangt nach einem Grund zu lernen. Eine Identifikation mit der Arbeitsweise zeigt sich zu Beispiel darin, dass sie sich durch eigene Vorschläge an der Weiterentwicklung und Verbesserung des Unterrichts beteiligen.

 

Quelle:

Rabenstein, Kerstin: Das Leitbild des selbstständigen Schülers. Machtpraktiken und Subjektivierungsweisen in der pädagogischen Reformsemantik.

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Häcker - Neoliberale Führungspraxis oder kooperative Lernprozessbestimmung?

Wie auch in dem vorherigen Text kritisiert Thomas Häcker den jetzige Portfolioeinsatz. Er geht zum einen auf die „konformistische“ Handhabung ein. An Bildungseinrichtungen in den USA, die vollständig auf Portfolioarbeit umgestellt worden waren, ging nach schon nach kurzer Zeit nicht mehr um Kreativität und Individualität, sondern wurden den Schülern konkrete Inhalte vorgegeben. Der Einsatz der Portfolios wurde also standardisiert. Es gebe weitere Fragen, die kritisch beleuchtet werden müssen und zwar die Frage nach der Bewertung und nach den klaren Grenzen zwischen Selbststeuerung und Selbstbestimmung. Als weiteren Kritikpunkt, welchen er folglich näher erläutert, wirft er ein, dass Portfolios Schüler auf einen „neoliberalen Habitus“ zurichten.

Er stellt die Portfolioarbeit der Ratio des neoliberalen Regierens gegenüber und deutet dabei auf große Übereinstimmungen hin. Diese seien:

- Eingeräumte und zugleich geforderte Individualisierung

- Übernahme von Selbstverantwortung

- Eigenständigkeit

- Selbststeuerung

- Nötigung zur kontinuierlichen Verbesserung und Selbstoptimierung

- fortwährender persönlicher Wachstum

- Notwendigkeit des lebenslangen Lernens

Der Markt orientierte sich an dem Gesetz des „survival oft he fittest“. Der Kampf aller gegen alle sei demnach ein unabweisbares Schicksal. Anstelle von Gerechtigkeit, Solidarität und Menschenwürde treten Ausbeutung, Not und Gewalt.

Da die neoliberalen Denk- und Handlungsweisen immer bedeutsamer zu werden scheinen, müssen die Lernenden auf diese vorbereitet werden. Die neoliberalen Schulen versuchen den Schülern durch Selbststeuerung Freiräume zu eröffnen. Für diejenigen, die nicht mit den neu gewonnenen Freiheiten umzugehen wissen, folgt nicht unbedingt eine Verbesserung der Lernverhältnisse.

Häcker warnt davor sich von dem neoliberalen Denken vereinnahmen zu lassen und sich so auf Selbststeuerung zu beschränken. Bildungseinrichtungen verfolgen zwei Aufgaben. Sie bereiten den Lernenden darauf vor, sich in die Gesellschaft zu integrieren und sie verhelfen ihm zu der Entwicklung einer individuellen und urteilsfähigen Persönlichkeit. Letzteres erfordert selbstbestimmtes Lernen. Häcker plädiert für die Nutzung des Portfolios als Begleiter selbstbestimmter Lernprozesse.

Ein Zitat aus dem Text hat mich besonders mitgenommen:

„Die dunklen Seiten neoliberalen Regierens liegen […] in einem unabschließbaren Zwang zur Selbstoptimierung, der ständigen Angst, nicht genug oder nicht das Richtige getan zu haben und damit verbunden in dem unabstellbaren Gefühl des Ungenügens sowie dem Wissen ständig der unerbittlichen Auslese des Wettbewerbs ausgesetzt zu sein.“

Dieses Zitat zeigt nochmal, wie gefährlich der Neoliberalismus für unsre Gesellschaft ist. Der Arbeitnehmer steht unter enormem Druck. Auf seinen Schultern lastet eine große Verantwortung. Diese Belastung kann sich auf alle Lebensbereiche auswirken. Das Selbstmanagement bringt unter diesen Umständen eher Leid als Freude.

Das verstärkte Einführen neoliberaler Denkweisen in die Pädagogik mittels Portfolioarbeit ist somit als bedrohlich anzusehen. Niemand kann unter Zwang lernen. Es ist vor allem wichtig, dass die Schüler für sich selbst lernen und nicht um besser zu sein als ihre Mitschüler.

 

Quellen:

Häcker, Thomas: Neoliberale Führungspraxis oder kooperative Lernprozessbestimmung? Portfolioarbeit im Spannungsfeld zwischen (Selbst-) Steuerung und Selbstbestimmung.

http://www.menschen-und-prozesse.de/images/titel_0001.jpg

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Gedanken zum Neoliberalismus

Hier ein paar aussagekräftige Zitate zum Thema Neoliberalismus:

„Das neoliberale Modell basiert auf drei Prinzipien. Zuerst: die Wirtschaft ist ein vom Sozialen getrennter Bereich, in dem Naturgesetzte und universelle Gesetze herrschen […] Das zweite Prinzip: Der Markt ist das optimale Mittel, um die Produktion und den Austausch in demokratischen Gesellschaften auf effektive und gerechte Weise zu organisieren. Das dritte Prinzip […]: Die Globalisierung erfordert eine Reduzierung der öffentlichen Ausgaben vor allem im sozialen Bereich.“ (Bourdieu)

„Die neoliberale Philosophie ist zugleich neo-darwinistisch, im Sinne, dass nur die Stärksten überleben“

„Der Neoliberalismus institutionalisiert die Unsicherheit: Darauf fußt seine Macht“ (Bourdieu) Maßnahme: „Man vereinzelt die Individuen, indem […] man sie aus den grundlegenden sozialen Bindungen am Arbeitsplatz herausreißt.“ (Bourdieu)

„Auf jeden Fall stimmt es, dass der Neoliberalismus voranschreitet und sich dabei maskiert unter den Bezeichnungen wie „Reform“, „Revolution“, „Bewegung“, „Veränderung“. (Bourdieu)

„Es ist vernünftig, egoistisch zu sein.“ (Schirrmacher)

Marktteilnehmer reagieren auf andere wie folgt: „Der macht einen Spielzug, der will mich betrügen, der will mich über den Tisch ziehen[…] und ich muss dem zuvor kommen“à „Tragödie des Gemeinwohls“ (Schirrmacher)

„Dir steht die ganze Welt offenen in dieser Informationsökonomie, aber wenn es nicht klappt, bist du selbst schuld.“ (Schirrmacher)

Selbstoptimierung der Märkte wird zur Optimierung des Selbst. „Sie beginnt mit der Schönheitschirurgie […] und endet mit der Persönlichkeit. „ (Schirrmacher)

Ganze Bücher wurden umgeschrieben, da man sich nach Bewertungen der Leser richtetà Man greift ein in den „ Prozess der Produktivität des Geistes. Und das ist nicht mehr freier Markt, das ist geplanter Markt.“ (Schirrmacher)

„Digitale Systeme wollen in ihren Kopf eindringen“-> „Ökonomisierung des Denkens“ (Schirrmacher)

 

Quellen:

Bourdieu, Pierre: Eine Gefahr für die Grundlagen unserer Kultur

Interview mit Schirrmacher

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Münte-Goussar - Portfolio - Selbsttechnik zwischen Reformpädagogik, Selbstvermarktung und Bildung

„Portfolioarbeit ist der Ausdruck einer Philosophie, in der die Einzigartigkeit eines jeden Menschen hervorgehoben, die Vielfältigkeit menschlicher Begabungen wertgeschätzt, die Interessen der Lernenden berücksichtigt und die Bedeutung der Lernergebnisse für das Lebensprojekt jedes einzelnen erkennbar gemacht werden.“ [1]

E-Portfolios stellen den Dreh- und Angelpunkt einer digitalen Revolution des Bildungswesens dar, so Münte-Goussar. Sie treiben eine Reform voran, die lang ersehnte Bildungsideale, nämlich Mündigkeit, Autonomie, Selbstverwirklichung und Emanzipation, einzulösen vermag. Es entstehe eine neue Lernkultur, in der sich der Lernende von einem Empfänger fremdgesetzter Lerninhalte zu einem Produzenten eigenständiger Lernergebnisse entwickelt.

Das Portfolio wird in einen politisch-ökonomischen Kontext gestellt. In diesem Kontext wird das Portfolio als ein Verfahren interpretiert, „die Individuen auf raffinierte Weise an der Herstellung ihrer eigenen Marktfunktionalität zu beteiligen.“ [1] Das Unternehmen heute richtet sich bei der Auswahl seiner Arbeitskräfte nach „Humanressourcen [1]. Dies habe eine „Segmentierung der Belegschaft in Kern- und Peripheriebelegschaften“ [1] zur Folge. Die Kernbelegschaft sei unverzichtbar, die hingegen Peripheriebelegschaft austauschbar. Das Portfolio hilft bei der Zuweisung von „Humankapital [1], da es die Transparenz von vorhandener und nachgefragter Qualifikationen erhöhe. Portfolios dienen also zum einen zur Erstellung von „Kompetenzprofile[n]“ [1], zum anderen fördern sie die Selbststeuerung der Kompetenzen. Steht den Portfolios wirklich zu beurteilen zu können, was ein Mensch wert ist?

Die Arbeitswelt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Hier greift die These des Arbeitskraftunternehmers, welche von Pongratz und Voß 2003 entwickelt wurde. Sie besagt, dass die Arbeitnehmer sich als Unternehmer ihrer Selbst begreifen müssen. Die betriebliche Aufgabe der Strukturierung, Steuerung und Überwachung der Arbeitsprozesse wird zunehmend auf den Beschäftigten übertragen. Ihm werden somit viele Freiheiten zugesprochen. Es zählt nicht mehr, wann und wie gearbeitet wird, Hauptsacher das Ergebnis stimmt. Einerseits führt es zur „Autonomisierung und […] Subjektivierung von Arbeit [3], andererseits werden die Arbeitenden mit verschärften Wettbewerbsbedingungen, gesteigertem Leistungsdruck und verlängerten Arbeitszeiten konfrontiert. Zudem trügen sie die Verantwortung für das Scheitern durch Krankheit oder Unfall oder den Umstand, dass sie auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr gefragt sind. Der Arbeitnehmer ist demnach nicht mehr abgesichert, sondern muss ständig dafür Sorgen, dass er gebraucht wird. Von dem Arbeitenden wird folgendes gefordert – die sogenannten Charakteristika des Arbeitskraftunternehmers: Selbstkontrolle, Selbst-Ökonomisierung und Selbstrationalisierung. „Gemeint ist damit die Bereitschaft, die eigenen Tätigkeiten permanent zu überwachen, die eigenen Fähigkeiten stetig zielgerichtet – sprich (arbeits-)marktkonform – zu optimieren sowie seinen gesamten Lebenslauf einer vernünftigen Betriebsführung zu unterstellen.“ [1] Hinter den neuen Arbeitsformen verbirgt sich eine „[vertiefte] Ausbeutung menschlicher Arbeitsvermögen und [eine] neuartige Qualität betrieblicher Herrschaft.“ [2] Das Unternehmen bezweckt eine „umfassende konkrete Nutzung und ökonomische Verwertung ihrer Potentiale“ [2]. Der Arbeiter soll also alles, was er hat in die Optimierung seiner Arbeit stecken. Es findet eine „Entgrenzung von Arbeit und Leben[3] statt. Die Fähigkeiten, die dem neuen „Leittypus für Arbeitskraft“ [2] abverlangt werden sind weniger fachspezifische Fähigkeiten als vielmehr passende Persönlichkeitseigenschaften.

Ich möchte nun kurz auf die Begrifflichkeiten „Ökonomie der Aufmerksamkeit“ [1] und „Marke ICH“ [1] zu sprechen kommen.

Ökonomie der Aufmerksamkeit: Es sei nicht Wissen das Gut, nach dem alles streben, sondern die Aufmerksamkeit. Die neuen Arbeitsmärkte handeln mit eben dieser Aufmerksamkeit.

Marke ICH:

Um Anerkennung zu erlangen und mit seinen Leistungen überzeugen zu können, sei es in Zukunft wichtig, mit der Prägnanz einer Marke aufzutreten. Nach Randi Zuckerberg ermöglichen Dienste wie Facebook, dass jeder Mensch zu einer Marke wird. Er sagte: „Deine öffentliche Identität ist deine Marke.“ [1] Ich möchte noch ein weiteres Zitat von Jon Christoph Berndt nennen: „Marke ist das, was man hinter deinem Rücken über dich erzählt.“ [4]

 

Von dem Arbeitnehmer wird verlangt, den Arbeitsmarkt ständig zu beobachten und sich diesem anzupassen. Es zählen nur die Fragen: Wie kann ich mich am besten verkaufen? Welche Qualitäten muss ich besitzen, um meine Mitbewerber auszustechen? Aber ist dann überhaupt noch effektive Teamarbeit möglich? Dies bezweifle ich. Des Weiteren befürchte ich, dass sich die Arbeitenden während der Selbststeuerung hin zur ultimativen Leistungserbringung verlieren könnten oder sich zu sehr überfordern. Gesundheit geht vor!

Selbstmarketing rückt immer mehr in den Vordergrund. Es finden Coachings, Workshops und Seminare zu diesem Thema statt. Ein Beispiel wäre: Human Branding – die stärkste Marke sind sie selbst von brandamazing. („Mit Human Branding werden profilierte Persönlichkeiten genau wie überzeugende Produkte zu unverwechselbaren Marken, die sich einfach besser behaupten: mehr Erfolg und Zufriedenheit durch Ihre starke Marke, Ihre klare Positionierung, Ihr scharfes Profil. Ihre Human Brand schafft die Basis für alles, was Sie tun. Und für alles, was Sie getrost weglassen können.“ [4])

Die „Marke ICH“ hat bei mir einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Als permanenter Konsument komme ich mit vielen Markenprodukten in Berührung. Kann man den Menschen mit Coca Cola, Nutella oder Adidas vergleichen? Ich finde diese Aussicht furchtbar.

Münte-Goussar nennt als positiven Ausweg das „ Portfolio der Dinge“ [1]. In diesem Portfolio werden Erfahrungen thematisiert, die einen dazu angeregt haben, sich zu bilden. Nur die Dinge werden aufgegriffen, für die man sich selbst interessiert.

 

Quellen:

[1]: Münte-Goussar, Stephan (2012): Portfolio - Selbsttechnik zwischen Reformpädagogik, Selbstvermarktung und Bildung. Kritische Anmerkungen zu Funktionen von Portfolios in neuen Ökonomien. In: Computer+Unterricht 86.

[2]: Voß, G. Günter: Unternehmer der eigenen Arbeitskraft - Einige Folgerungen für Bildungssoziologie.

[3]: Münte-Goussar, Stephan: Ambivalente Selbst-Techniken: Portfolio, Ökonomisierung, Selbstbestimmung. In: Torsten Meyer, Kerstin Mayrberger, Stephan Münte-Goussar und Christina Schwalbe (Hrsg.) (2011) : Kontrolle und Selbstkontrolle. Zur Ambivalenz von E-Portfolios in Bildungsprozessen. Wiesbaden: VS Verlag

[4]: http://www.brandamazing.com/projekt-8/articles/Human_Branding.html

http://internetmarketingexperten.de/wp-content/uploads/2012/02/pb02.jpg

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Othmer und Weich - „Der Lehrer ist froh, weil er weiß: Du bist soundso“

In diesem Text werden von Julius Othmer und Andreas Weich das soziale Netzwerk Facebook und E-Portfolios ins Verhältnis gesetzt. Sie gehen in drei Schritten vor.

1. Kurze Skizzierung von Facebook

„Die […] wichtigsten funktionalen Elemente des Phänomens Facebook sind die Erstellung und Pflege eines persönlichen Profils sowie dessen Vernetzung und Kommunikation mit anderen Profilen.“ Der Nutzer offenbart Unmengen an persönlichen Informationen, die zur Identifikation und Charakterisierung beitragen. Das eigene Profil unterliegt einer ständigen Bearbeitung, welches mit viel Aufmerksamkeit belohnt wird. Der Nutzer wird als und im Profil zu einem Objekt, das von anderen und auch sich selbst observiert und bewertet wird.

2. Vergleich

Ähnlichkeiten Unterschiede
- Medialisierungen des Selbst

- Transparenz des Subjektes und seiner persönlichen Entwicklung

- Lebenslanger Prozess (permanente Beurteilung auf Basis älterer Daten zur Optimierung des zukünftigen Selbst)

- Bewertung erfolgt durch sich selbst und andere

Weitere:

- Chronologische Darstellung

- Selbstverwaltung der Daten

 

 

Geltungsbereich:Das E-Portfolio beschränkt sich auf die Schule und wird nur von Schülerinnen und Schüler, den Lehrkräften und eventuell den Eltern eingesehen. Bei Facebook hingegen werden die Daten für Freunde, das Unternehmen selbst und all jene, an die es die Daten weitergibt, sichtbar gemacht.

Art der Dokumente:

In Facebook werden alltägliche Dinge dokumentiert, während im E-Portfolio Lernprozesse und –erfolge festgehalten werden.

Ziele:

Während Facebook auf Selbstvermarktung abzielt, beabsichtigt das E-Portfolio die Reflexion und Optimierung des eigenen Lernens

    3. Problematisierung

Die elektronischen Portfolios begünstigen die Annährung des Bildungsbereiches an Praktiken kommerzieller Netzwerke wie Facebook( Praktiken des Selbstmanagements und der Profilierung). Eine Realisierung von E-Portfolios über Facebook wird als hoch problematisch angesehen. Für die Bildungsinstitutionen ist es sicherlich reizvoll, über umfangreiches Wissen aus allen Lebensbereichen der Schüler zu verfügen, doch werden den ihnen so jegliche private Rückzugsmöglichkeiten genommen. Nach Othmer und Weich darf es niemals dazu kommen, dass „personalisierte Bildung mit personalisierter deckungsgleich wird.“

Schulen sollten gewisse Grenzen nicht überschreiten. Dies befürworte ich. Ich selbst hätte mich sehr unwohl gefühlt, wenn meine Lehrer all meine Freizeitaktivitäten eingesehen hätten. Außerdem sollte man Netzwerken wie Facebook mit großer Vorsicht begegnen.

 

Quelle:

Julius Othmer und Andreas Weich: “Der Lehrer ist froh, weil er weiß: Du bist soundso”. Selbsttechnologien in Facebook und ePortfolios. In: Computer+Unterricht 86 (2012)

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Ohne Noten - aber was dann?

Während meines Durchstöberns von unterschiedlichen Portfolionutzungen in der Schule stieß ich auf einen sehr interessanten Praxisbericht. Es handelt sich hierbei um ein Reformprojekt des Franziskus Gymnasiums in Swäbisch Gmünd und der Realschule St. Bernhard in Bad Mergentheim. Sie stellten ab Herbst 2008 in den 5. Und 6. Klassen ihre Leistungsbeurteilung um. Felix Winter hat das Konzept ausgearbeitet.

Grund für die Reform:

Es wurde nach einer Lernkultur und Formen von Leistungsbeurteilung gesucht, die im Gegensatz zur traditionellen Lernkultur und Leistungsbeurteilung den christlichen Leitgedanken der Schulen entsprechen. Diese Leitgedanken sind: Annahme und Wertschätzung, Begegnung und Dialog, Betreuung und Fürsorge; ein liebevoller Umgang miteinander, der Freiheiten schafft, eigene Wege zu suchen und zu gehen.

Ziele der Reform:

- prozess- und produktbezogen

- portfoliogestützt

- ohne Noten

- mit viel inhaltlicher Rückmeldung

Alternatives Zeugnis:

Für jeden Schüler wird eine Leistungsdokumentation angelegt, worin ausgewählte Belege aus jedem Fach, Rückmeldungen und Einschätzungsbögen gesammelt werden. Diese Belege stammen aus den Lernjournalen, in denen die Lernenden ihre Produkte und Lernprozesse selbstständig dokumentieren und reflektieren. Damit repräsentative Belege entstehen, versucht sich der Unterricht fortan stärker an den Kompetenzen zu orientieren, die erworben werden sollen. Dies stellt allerdings noch eine ungewohnte Herausforderung für die Lehrkräfte dar.

Eltern-Lehrer-Schüler-Gespräche:

Eltern sollten anhand von Portfolios über den Lernstand ihrer Kinder informiert werden. Einmal jährlich finden Entwicklungsgespräche zwischen Klassenlehrer, dem Schüler und dessen Elternteil statt. Eine schriftliche Lernvereinbarung hält die besprochenen Ziele fest. Außerdem findet jedes Jahr ein Portfolio-Markt (siehe nachfolgendes Bild) statt, auf dem Schüler an Tischen ihre Leistungen präsentieren. Eltern, Lehrkräfte, Mitschüler sowie Gäste können sich informieren und Rückmeldung geben.

Dialogisches Lernen:

Es werden komplexe Aufgaben gestellt, die zuerst jeder für sich bearbeitet und mit seinem bisherigen Wissen verbindet, danach werden sie in der Klasse besprochen. Im Dialog mit den Mitlernenden und dem Lehrenden lernen die Schülerinnen und Schüler zu reflektieren, Qualität zu entdecken, Leistungen zu beschreiben und zu bewerten, was ihre eigen Stärken und Schwächen sind, Werkzeuge zur Aufgabenbewältigung und Produktgestaltung und sie erfahren, dass man durch gemeinsamen Austausch und das Geben von Rückmeldung, voneinander lernen kann und miteinander Lösungen suchen kann. Spuren dieses dialogischen Lernens finden sich in den Lernjournalen, die von den Schülern zu den einzelnen Fächern angelegt werden.

Evaluationen:

Seit 2009 werden kurz vor Schuljahresende Fragebögen an alle beteiligten Gruppen ausgeteilt, um die Wahrnehmung des Projektes, die Zustimmung zu dessen Zielen, die Einschätzung des Erreichten und offene Wünsche zu erfassen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Schüler mit dem neuen System sehr gut zurecht kamen.

 

Dieses Projekt ist natürlich noch längst nicht ausgereift. Die Lehrkräfte reflektieren und verändern ständig ihre Praxis der Unterrichts und der Leistungserhebung. Doch scheint diese Unterrichtsreform auf große Anerkennung zu stoßen. Es werden keine kompletten Änderungen oder Neuerungen verlangt.

Ich war sehr überrascht, dass ein derartiges Reformprojekt existiert. In einem anderen Beitrag habe ich betont, dass die Benotung den Zielen der Portfolioarbeit widerspreche. Hier wird nun eine Lösung angeboten. Ob dieses System wohl zukünftig von mehreren Schulen übernommen wird?

 

Quellen:

Winter, Felix: Ohne Noten - aber was dann?. Eine Realschule und ein Gymnasium stellen ihre Leistung um. In: Gerd Bräuer, Martin Keller und Felix Winter(Hrsg.) (2012): Portfolio macht Schule. Unterrichts- und Schulentwicklung mit Portfolio. Kallmeyer in Verbindung mit Klett.

http://www.franziskus-gym.de/programm/programm-im-ueberblick.html

http://www.franziskus-gym.de/bilderpopup.html?tx_weimagegalery_pi1%5Btt_content%5D=3237&no_cache=1&tx_weimagegalery_pi1%5Bi%5D=4&tx_weimagegalery_pi1%5Bpopup%5D=1

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